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Geschichte

Kamsdorf, im Freistaat Thüringen, ist eine Gemeinde des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt. Der Ort liegt an einem nördlich in Richtung Orlasenke abfallenden Hang, zwischen den Städten Saalfeld und Pößneck. Er wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten von Landwirtschaft, Industrie und Bergbau geprägt. Deshalb kann der Besucher heute auf kurzen Wegen die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten entdecken.

 

14. Jh.

 

 

Erste urkundliche Erwähnung der Orte Kleinkamsdorf („minori Kamsdorf“) und Großkamsdorf („großen Kampstorff“).

 

1418

 

Beide Orte bekamen Exklavencharakter und wurden Teil des Amtes Ranis.

 

1574

 

 

Klein- und Großkamsdorf wurden dem Amtsbezirk Arnshaugk unterstellt. Kamsdorf gehörte damit zu Kursachsen.

 

1657

 

Die Exklave Kamsdorf wechselt von Kursachsen in das Fürstentum Sachsen-Zeitz über.

 

1718

 

Kamsdorf gehört wieder zu Kursachsen. Der Kupferbergbau bestimmt mehr und mehr das Bild der Region.

 

1815

 

 

Groß- und Kleinkamsdorf unterstanden nach dem Wiener Kongress Preußen, in kirchlicher Hinsicht jedoch Sachsen-Saalfeld und ab 1826 Sachsen-Meiningen.

 

1816/17

 

 

Vereinigung mehrerer Zechen aus den Großkamsdorfer und Goßwitzer Fluren, zu den oberen Revieren (Goßwitz) und den unteren Revieren (Großkamsdorf).

 

1836

 

Konsolidierung beider Reviere zu den Vereinigten Revieren Kamsdorf.

 

ab

1872

 

 

Bau der Maxhütte in Röblitz. Das Profil der Gemeinde wurde jahrzehntelang durch die Nachbarschaft der Maxhütte, den Großtagebau und die Landwirtschaft geprägt. Durch die Errichtung neuer Wohnsiedlungen vergrößerten sich beide Orte.

 

1950

 

Die beiden Orte Groß- und Kleinkamsdorf werden zur Gemeinde Kamsdorf zusammengelegt.

 

1992

 

 

 

 

 

Am 10. Juli wurde in der Maxhütte zunächst der letzte Stahl geschmolzen. Durch den Planungszweckverband Maxhütte und die LEG Thüringen wurde das Gelände der ehemaligen Maxhütte erschlossen und ein attraktiver Gewerbe- und Industriestandort entwickelt. Weitere Unternehmen und Bildungseinrichtungen siedelten sich an. Die moderne kombinierte Formstahlstraße übernahm der luxemburgische Stahlhersteller ARBED.

 

1995

 

Am 17. Februar nahm das neue Elektrostahlwerk nach nur zehnmonatiger Bauzeit seinen Probebetrieb auf.

 

1995-

2010

 

Aufnahme in das „Thüringer Landesprogramm zur Wohnumfeldgestaltung in Gebieten in Block- und Plattenbauweise“

 

2000

 

 

Eröffnung der Sport- und Mehrzweckhalle Kamsdorf. Im gleichen Gebäude befindet sich eine Kegel- und Bowlingsportanlage.

 

2002-

2004

 

Anerkennung als Förderschwerpunkt im Rahmen des Förderprogrammes zur Dorferneuerung des Freistaates Thüringen.

 

2006

 

Verkehrsfreigabe für die Ortsumgehungsstraße L 1105

 

2009

 

Eröffnung des Gemeindezentrums am Johann-Gottlob-Gläser-Platz

 

2012

 

Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses

 

2014-

2018

Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm des Freistaates Thüringen